Freundschaftsfest der ossetischen Kultur in Deutschland

Pressemitteilung, 31.07.2013

Die DEUTSCH-SÜDOSSETISCHE FREUNDSCHAFTSGESELLSCHAFT e.V. lädt alle Freundinnen und Freunde der Republik Südossetien zur Veranstaltung der Deutsch-Südossetischen  Freundschaftgesellschaft

am 08.08.2013

um 18.30 Uhr

im Raum „Oval“ des Kinos Babylon

Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178  BERLIN

 Vor fünf Jahren, am 08.08.2008 wurde die Hauptstadt der Republik Südossetien Zkhinval genau um Mitternacht von Artilleriefeuer geweckt. Georgische Truppen marschierten ein und führten drei Tage lang einen grausamen Vernichtungsfeldzug gegen das kleine Volk der Südosseten. Tausende von Toten, Verletzten und Traumatisierten waren die Folge dieser Aggression. Erst nach drei Tagen machte die russische Armee dem Spuk ein Ende, obwohl bereits vorher junge Südosseten einen Guerillakrieg gegen die Agressoren entfacht hatten.

Aus dem Befreiungskrieg gegen die georgischen Aggressoren entstand eine junge Nation – die Republik Südossetien. Die Staatskrise von 2011/2012 bezeugt, dass Unabhängigkeit alleine noch keine Staatlichkeit gebärt. Dennoch ist es gelungen, die Krise zu überwinden und durch Maßnahmen zu ersetzen, die für die Zukunft hoffen lassen. Die Verbesserung der Infrastruktur im Verkehrswesen sowohl in der Hauptstadt als auch auf dem Lande, die Verbesserung der postalischen Kontaktmöglichkeiten zur Außenwelt durch Errichtung einer Post, von Banken, die Renovierung und Neubau von Wohnungen etc. sind sichtbar. Dennoch steht die Republik noch vor großen Herausforderungen. Die Wasserversorgung ist auf wenige Stunden am Tag reduziert, Arbeitsplätze sind rar, das Wahlrecht sollte reformiert werden, damit auch die im Ausland lebenden Südossetinnen und Südosseten die Möglichkeit haben, an Wahlen teilzunehmen.

Vor fünf Jahren endete eine zwanzigjährige Periode in der Geschichte Südossetiens, in der Gewalt, kriegerische Auseinandersetzungen und sozialer und ökonomischer Niedergang die Regel waren. Heute leben die Einwohner Südossetiens trotz aller Probleme in Sicherheit. Ein wie vor fünf Jahren vom chauvenistischen Regime in Tbilissi entfesselte Krieg ist heute nicht möglich.

Deshalb wollen wir als Mitglieder der „Deutsch-Südossetischen Freundschaftsgesellschaft“ weiterhin daran arbeiten, die ossetische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland bekannt zu machen, die Republik in Sozial- und Bildungsprojekten weiterhin zu unterstützen, um so die deutsche Öffentlichkeit für die Problematik im Südkaukasus zu sensibilisieren.

Piotr Luczak

Vorsitzender

 

 

 



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