Die Weltenkatze

Er sitzt an einer großen langen Tafel unter einem großen Baum. Alle Plätze sind leer und er sitzt auf einem der mittleren Plätze. Ich sitze in einem kleineren Baum dieses riesigen Gartens, sehe zu ihm hinüber und lese aus einem Märchenbuch vor. Er fühlt sich angezogen und kommt neugierig zu mir, lehnt sich entspannt mit der Schulter an einen der schmaleren tief ansetzenden Äste der feinen Baumrinde. Ich lese und spüre auf meinen Lippen die Formen jedes Wortes, jedes Buchstabens und jedes Vokals auf der Zungenspitze und alsbald tief in meiner Seele widerhallen. Es fühlt sich alles leicht an, helle Chöre begleiten die Begegnung. Du bist so schön. Du veränderst die Luft um mich herum. Du machst mich leicht und erfüllst die geheimsten Wünsche. (Im Keller liegt noch eine Collage mit dieser weißen Weltenkatze, Jahr März 2004)



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