Kommentar: Wie vornehm sich Integrationsfaulheit formulieren läßt

Kommentar Franziska Sylla

Sind die Briten ausländerfeindlich oder integrationsfaul?

Der britische Premier David Cameron sagte (laut Übersetzung aus dem Englischen auf ARD-Online):

„Die ungezügelte Einwanderung aus der EU

(zu bedenken ist, dass die Flüchtlingswelle in die EU-Staaten stattfand aus den Kriegs- und Krisengebieten besonders der östlichen und fernöstlichen Regionen und innerhalb der EU-Länder verteilt werden soll – und unter anderem England das nicht mitragen wollte – wir sind ja kein Euro-Staat – , sylla)

sei „eine der Triebkräfte“ dafür gewesen, dass die Briten für den Austritt gestimmt hätten. Und wenn die EU „enge wirtschaftliche Beziehungen“ mit Großbritannien erhalten wolle, dürfe sie „vor dieser Frage nicht zurückschrecken“.

Uns so vornehm kann Frankreichs Staatspräsident François Hollande Englands Integrationsfaulheit verpacken (ARD-Online):

„Großbritannien werde sich nicht nur die Rosinen herauspicken können. Man könne nicht den freien Kapital-, Waren- und Dienstleistungsverkehr in Anspruch nehmen und die Personenfreizügigkeit einschränken – „So läuft das nicht. Es sind die vier Freiheiten oder keine.“

Der Premier Cameron habe seinen Amtsrücktritt erklärt zum Herbst 2016. Vielleicht (spekulier, spekulier, sylla) versucht er bis dahin, seine Landsleute spüren zu lassen, was Ausländerfeindlichkeit – ähem- Integrationsfeindlichkeit nicht nur für Europa, sondern eben für die vornehmen – räusper – Engländer bedeutet.

 

 



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