68. Bundespresseball 2019 im Hotel Adlon Kempinski

Berlin, 29./30.11.2019. Der diesjährige Bundespresseball, der 2019 zum fünften Mal in Folge im Hotel Adlon Kempinski in Berlin stattfindet, ist durchdrungen vom Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Wandel“ soll der Ball klimaneutral kompensiert werden. Berücksichtigt werden dabei die Anreise der rund 2.000 Gäste, die Anlieferungen von Möbeln, Getränken und Speisen sowie der Energieverbrauch des Hotels während der Veranstaltung. Um die aufkommenden CO²-Emissionen von 316,8 Tonnen Kohlenstoffdioxid insgesamt auszugleichen beteiligt sich der Bundespresseball an Klimaschutzprojekten in Asien und Südamerika.

Über eine Partnerschaft mit der ClimatePartner GmbH werden dazu zwei Vorhaben unterstützt: Den Amazonas-Regenwald im peruanischen Tambopata vor der industriellen Abholzung bewahren, verbunden mit dem Anbau von Paranüssen sowie die Umstellung auf Kochöfen, statt offene Holzbrennstellen im indischen Raichur. Dortige Familienmitglieder leiden vermehrt unter Atemwegserkrankungen durch den ständigen Rauch und „die Frauen werden beim Holz sammeln häufig überfallen und vergewaltigt“, sagte der Geschäftsführer des Bundespresseballs Tim Szent-Iványi am Mittwoch in Berlin.

Der Ballpartner in Gold ist erneut Mercedes Benz. Die  Shuttlefahrzeuge für die Gäste sind dieses Jahr eine reine „Elektroflotte“, so Vorstandsmitglied der Bundespressekonferenz, Mathis Feldhoff. Ziel ist es, „ein wirklich grüner, grüner Bundespresseball zu werden.“

Weitere Tabubrüche gemäß des Mottos „Wandel“ hin zu mehr Aufmerksamkeit der weniger schönen Ereignisse in der Welt auch auf diesem Ball, bietet der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V. .

Eigens für den Bundespresseball stellte die Firma Object Carpet aus Denkendorf bei Stuttgart aus alten Fischernetzen und aus dem Meer geborgenen Plastikabfällen den 70 Meter langen, roten, wieder verwertbaren Teppich her.

Den Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach rief der Bundespresseball die NachwuchsdesignerInnen zu einem Wettbewerb zum Thema „Wandel“ auf. Alle Teilnehmer entwarfen ihre mittels moderner Verfahren wie Lasertechnologie, Zero-Waste-Stricktechnik oder Digitaldruck ehrenamtlich. Unter den Gewinnerinnen waren beispielsweise Julia Scheele mit ihrer Kreation MEERwert und Leona Hülser mit Liberté Égalité Sexualité.

Das bodenlange, MEERwert-Kleid von Julia Scheele mit erotisch freigestelltem Oberteil ist mit toten silberfarbenen Fischen auf schwarzem Grundton übersäht. Das Cape darüber symbolisiert schillernde Ölschlieren auf Wasser. Der Betrachter wird sinnlich stimuliert und gleichzeitig betroffen durch das mit nachhaltigen Sublimationsdruck realisierte Thema gemacht: Die Schönheit unseres Konsums bedroht ernsthaft die Lebewesen samt ihrer Lebensräume.

Das „Machtsakko“ von Leona Hülser wird statt klassisch geschnitten, asymmetrisch aufgebrochen. Das Design aus Wolle und Polyester wurde schnitteilgerecht bedruckt, so dass kaum Abfall anfällt. Mit den Worten Liberté Égalité Sexualité wirbt das Sakko für Gleichberechtigung und die Akzeptanz sich wandelnder Rollenbilder.

Auf den Bildern sehen Sie im „Machtsakko: Liberté Égalité Sexualité“ die Modells: Agnes Rusin, Kerima Strotmann und  Giovanni Sapienza. Die Fotos sind Copyright by: Leonie Reuter

(LÄ Sylla, 4.12.1019, 19.49h)

 

 

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