Archive für Dezember, 2011 | monatliche Archiv Seite

Ik hab’ nischt mit Jott an Hut!

25. Dezember 2011

Glockengeläut und Lieder, Lichterglanz,

es brutzelt schon die Weihnachtsgans:

Lallt eine junge Frau: „Allet  wejen Heilichabend?!,

eenen zwitschern! Det wär labend!

Ik dacht’,  O s t e r n  is Jesus jeboren;

Nu hamse Weihnacht dazu erkoren,

mit Kerzen und Braten.

Ik hab nischt mit Reli am Hut,Nix am Hut mit Jott?

aber Sie, Herr Pastor, erklären dit bestimmt jut!

Det is doch die Sache mit Maria im Stall…

und dann in der Kirche der Worteschwall!?“

 

„Stell Dich doch nicht so dumm!

Mädel, hast wieder getrunken? Rum?“

 

„Pfarrer, Ihre Bischöfin hat auch getrunken.

Wir sind nu mal  a l l e  Straßen-Halunken!

Wir haben Sorjen,

müssen imma borjen

und öfters eenen heben!“

 

„Dann wollen wir mal das Niveau heben“;

sagt der Pfarrer, ich erzähl Dir `ne Geschichte,

hier unterm Himmel im Neonlichte:

Es gibt einen unsichtbaren Dom;

der steht nicht in Rom,

sondern in der Schrift!

Er ist wie ein Lift:

Er führt nach oben,

dorthin wo sie strafen oder loben.

Der Dom ist nicht aus Steinen,

und doch zum Beten und auch Weinen.

ER ist der personifizierte Heilige Geist,

wie man doch Gott auch heißt.

Wer nicht nach Ihm fragt,

hat leider versagt!

Denn ihm ist das Kostbarste des Lebens entgangen:

Gefühlte Gedanken, die übers Leben hinaus langen!“

 

„Klingt ja janz schön und jut,

aber Sterntaler wär’n mir lieber im Hut,

trotzdem, Herr Pfarrer, kommse mal wieder!

Verse sind janich so schlecht, und die Lieder!“

 

Stani 23.12.11

Haltet die Handtuchwerfer!

19. Dezember 2011

17.12.11
Politik ist ein undankbares Geschäft geworden; vor allem, wenn Protagonisten

und Journalisten mit Worten morden.

Und, die so Schöngefönten, hoch gelöhnten

halten nicht mehr viel aus: sie schmeißen hin, treten aus.

 

Ja, Skandale gehen unter die Haut, es kommt zum so genannten Burnout.

Im Politik-Gewühle wackeln sogar Präsidenten-Stühle.

Nimmt einer seinen Hut, geht’s ihm trotzdem gut.

Die kernigen Typen hat man versetzt, und die Angsthasen sind prima vernetzt!

 

Sie verbrennen sich nicht mehr den Mund und halten sich mit Paragrafen-Reiten gesund.

Die Bürger machen sich zunehmend Sorgen, müssen dem Staat immer mehr borgen

und wünschten sich statt Fernseh-Witzen endlich wieder ernst zu nehmende Polit-Spitzen!

 

Stani

 

Unfertig: Glücksspiel-Änderungs-Staatsvertrag von 15:1 Bundesländern!

18. Dezember 2011

Glücksspielstaatsvertrag unterschrieben

Berlin, 16.12.2011. Die 15er-Mehrheit der Ministerpräsidenten hat erwartungsgemäß den Glücksspiel-Änderungs-Staatsvertrag (GlüÄndStV) in Berlin unterschrieben. In einer Pressemitteilung des derzeitigen Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Schleswig-Holstein, heißt es: „Mit Ausnahme Schleswig-Holsteins haben die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder“ am 15. Dezember „den geänderten Glücksspielstaatsvertrag unterzeichnet“.

Höchstens 20 private Sportwettanbieter werden zukünftig für einen Zeitraum von zunächst sieben Jahren länderübergreifende Konzessionen erhalten. Die Lotterien bleiben ein staatliches Veranstaltungsmonopol und die Casinospiele einschließlich Poker sollen weiterhin nur von Spielbanken angeboten werden dürfen.

Das steht bereits im geltenden Glückspielstaatsvertrag -„auf dem Papier“, kritisierte der Vorsitzende des Bundesverbandes privater Spielbanken (BupriS), Martin Reeckmann, nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Das werde sich kaum ändern, da nicht erkennbar sei, „wie die Länder ihre Vollzugsdefizite in den Griff bekommen wollen.“ Klar ist für den 51-jährigen BupriS-Vorstand: „das Internetverbot behindert nach wie vor die staatlich konzessionierten Spielbanken, die mit de-facto-Angeboten und Verbotsumgehungen nicht arbeiten – und somit nicht auf diesen Schwarzmarkt mit Kanalisierungsangeboten reagieren können“.

Die 15 Bundesländer gaben Ende Oktober in Lübeck zu Protokoll, der novellierte Glücksspielstaatsvertrag werde erst an die Landesparlamente zur Ratifizierung weiter geleitet, „wenn eine Notifizierung des Vertrages durch die EU-Kommission erfolgt ist“, betonte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Harry Peter Carstensens (CDU), in der Pressekonferenz Donnerstag Abend im Kanzleramt.

„Das müsste eigentlich heißen, dass eine Notifizierung bei der EU-Kommission erfolgt“, sagte BupriS-Sprecher Martin Reeckmann dieser Zeitung.

„Die Notifizierung ist ein Anzeigeverfahren, kein Genehmigungsverfahren“. Deutsche Gesetze brauchten keine Genehmigung durch die EU-Kommission: „das fehlte noch“, so Reeckmann. Die Kommission könne jedoch prüfen, ob sie „ein Vertragsverletzungsverfahren gegen einen Mitgliedstaat einleitet und darüber laut nachdenkt, wie im Sommer 2011 zum Entwurf des GlüÄndStV geschehen“.

Haben die Länder der EU-Kommission von dem GlüÄndStV Kenntnis gegeben (= Notifizierung), werden die 15 Bundesländer „die Ratifizierung, also die Zustimmung der Landesparlamente durch Zustimmungsgesetze, einleiten. Dies wird voraussichtlich im 1. Quartal 2012 geschehen“, so Reeckmann weiter.

Ob Schleswig-Holstein im März mit unterschreibe und seinen Sonderweg aufgebe, bleibe abzuwarten. Der neue GlüStV werde im Wesentlichen Mitte 2012 in Kraft treten können. Bis dahin gelten in den 15 Ländern die Regelungen des GlüStV aus dem Jahr 2008 weiter, unabhängig davon, dass dieser am 31.12.2011 ausläuft. Der GlüStV ab 2012 wird in allen sechs Bundesländern gelten, in denen BupriS-Mitglieder Spielbanken betreiben. (fs)

_______________________________________________________

Pressemitteilung des Vorsitzlandes der Bundes-Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) Schleswig-Holstein: http://goo.gl/z09jB

Die Pressekonferenz nach der MPK im Kanzleramt am 15.12.2011: http://goo.gl/DlDSP

Film: Deukisch für Anfänger. Von Gastarbeitern zu Eingewanderten.

18. Dezember 2011

Pressemitteilung von Barbara Ehwald, Bildballett

“Deukisch für Anfänger” ist ein 45-minütiger Film über die nunmehr 50-jährige Geschichte der türkischen Gastarbeiter in Film "Deukisch für Anfänger", Gastarbeiter werden Eingewanderte
Deutschland und ihrer Kinder und Enkel. Der Film erzählt unterhaltsam die Geschichte der Deutsch- Türkischen Gemeinde in Berlin.
Der Rundfunk Berlin Brandenburg strahlt den Film nochmals am 9. Januar 2012 um 21 Uhr aus.
Je mehr Deutsche, Türken und Deutschtürken den Film sehen, um so besser. (15.12.2011)
Barbara Ehwald, Neue Hoch- strasse 10,13347 Berlin, www.barbara-ehwald.de

 

Rösler und Chrysochoides wollen gemeinsame Förderbank

15. Dezember 2011

Berlin, 13.12.2011. Am Dienstag trafen sich Bundesminister Philipp Rösler (FDP) und der griechische Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoides (SBU).
Besprochen wurde die Gründung einer sogenannten Förderbank um kleine und mittelständische Unternehmen in Griechenland zu unterstützen.

Rösler und Chrysochoides beim BMWi

Rösler und Chrysochoides beim BMWi

Beiden ist jedoch noch nicht klar, ob es einen gemeinsamen Förderfond oder ein Bankinstitut geben wird. Weitere Maßnahmen sind, das Land wirtschaftlich wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Dabei steht die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands im Vordergrund.

Rösler und Chrysochoides sehen in diesem Vorhaben jedoch noch viele offene Fragen.
„Es müssen noch viele technische Fragen geklärt werden, aber wir haben einen klaren Weg zur Stabilisierung des Landes“, so Rösler.

Unser Redakteur Paulo Cabaço fragte den griechischen Minister Chrysochoides:
„Vor zwei Wochen sagte Herr Mitarachi (Opositions-Partei – Nea Demokratia) hier im Berlin, das, was Griechenland braucht, ist ein starkes Sparprogramm und einen Investitionsschub. Aber wirtschaftlich gesehen ist es nicht kompatibel, was sagen Sie dazu?“
MC: „Na ja, was Griecheland genau braucht, ist zunächst die Lösung unseres Sozial- und Fiskalproblemes und die Steigerung unseres BSP (Brutto Sozial Produkt). Danach wollen wir das Vertrauen der griechischen und europäisches Unternehmen wieder gewinnen. Dadurch steigern wir unser wirtschfliche Stabilität.“

Für Chrysochoides ist die Arbeit am Export griechischer Güter und Dienstleistungen besonders wichtig, weshalb er auch in Zukunft verstärkt mit Bundesminister Rösler zusammenarbeiten wird.
(HannesMarquart, pmc, fs, LÄ 15.12.11) (Fotocopyright: MedienModul)