
Lina und Frank beim Sichten der zweiten Gemüselieferung am 9. Mai, Abholstelle Gotzkowskystraße 29, Berlin-Maobit.
Presseinformation
Berlin, 10./13.5.2012. (csa/viohl/fs) Immer mehr Menschen schenken Herkunft und Qualität ihrer Lebensmittel größere Aufmerksamkeit. Da viele Landwirtinnen und Landwirte die Anforderungen an Aussehen und Größe von Mohrrüben und Tomaten nicht mehr erfüllen wollen und dem Druck des Handels wirtschaftlich zu engehen versuchen, entwickeln sich neue Formen der Landwirtschaft.
Auf natürliche Weise soll den gesellschaftlichen Anforderungen und gleichzeitig den Bedürfnissen von Landschaft und Boden Rechnung getragen werden. Eine dieser Möglichkeiten ist es, Gemüse-Versorger-Gemeinschaften zu bilden.

Hmm, leckere frische Eier vom "Maran Huhn", einer alten Rasse, die sich in Neuruppin gut vermehrt...
Gemüsegemeinschaften (CSA – Community supported Agriculture) sind eine Form der Direktversorgung, mit der ein Teil der Ernte monatlich von einem festen Personenkreis zu einem festen Preis abgenommen wird.
Das Gemüse und Obst wird wöchentlich an eine nahe gelegene Abholstelle geliefert und innerhalb der Gemeinschaft geteilt.
Die Mitglieder helfen bei der Organisation, dem Anbau oder bei der Vermittlung von Kochideen mit. Ebenso engagieren sich die CSA-Mitglieder je nach ihrem Können, ihrer Zeit und ihres Umfeldes gemäß persönlich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Neumitgliedergewinnung für die landwirtschaftlichen Beziehungen zu den Innenstädten in Deutschland und Europa jenseits der Lebensmittel-Industrien.
Deutschlandweit arbeiten bereits mehr als 20 Höfe nach diesem Modell,
www.solidarische-landwirtschaft.org .
Die Vorteile liegen auf der Hand: Landwirte und Verbraucher übernehmen gegenseitig Verantwortung!
Gutes, frisches und preiswertes Ökoobst und Gemüse direkt vom Erzeuger kommt in ihre Umgebung. Ökologisch und regional fest verankert. Bei den Berlinern gilt der Mindestabstand von 50 km Entfernung und die frischen Lebensmittel aus kleinbäuerlichen Betrieben kommen zu Ihnen.
Es gibt tagesfrische Ernten. Sie können den Wachstum miterleben vom Samenkorn bis zur Ernte z
u angemessenen Preisen, denn die kurze Wertschöpfungskette direkt vom Bauern zur Abholstelle der Versorger-Gemeinschaft gibt Ihnen die Mitbestimmung bei Anbau und bei der Preisbildung!
Sie haben die Ernährungssouveränität:

Lina schaut in das neue Prospekt.
Vollversorgung mit Gemüse aus dem Umland statt globaler Geld- und Handelsströme.
Damit schätzen Sie die Arbeit der Landwirtwirtinnen und Landwirte.
Wir erhalten gemeinsam ganz direkt die Natur und die regionalen Arbeitsplätze.
Mehr zur Gemeinschafts-Bildung und zum Gemüse/Obst-Versorger-Konzept lesen Sie bei: http://www.solidarische-landwirtschaft.org/konzept.

CSA-Moabit, Abholstelle Gotzkowskystraße 29
Seit dem 3. Mai 2012 liefert die Lebensräume gGmbH, (Fehrbelliner Str. 45a, 16816 Neuruppin, E-Mail: csa-gutshof@lebensraeume-ggmbh.de, Internet: www.lebensraeume-ggmbh.de/csa-gutshof.phtml) ihre hochwertigen, saisionalen Angebote an Kräutern, Kartoffeln, frischen Salaten, Zwiebeln, Radieschen oder Eier wöchentlich an die Abholstelle Moabit, Gotzkowskystraße 29.
Fallen die Ernteanteile naturgemäß gering aus, weil der Rhabarber oder die Kartoffeln noch nicht erntereif sind, bringt der Hof Suppen- oder Grillhähnchen, selbstgemachte Marmeladen oder Kekse.
Noch am Tage der Lieferung holen sich die Moabiter Mitglieder ihre Anteile bis 18 Uhr ab. Die CSA-Moabit kann noch neun weitere Mitesser vertragen, dann wird die nächste Gruppe aufgemacht.

Frank Viohl hat einen Kräutertopf in der Hand und seinen Rucksack voller frischer Lebensmittel. (Fotos: fs)
“Am Anfang brauchen wir eine Waage,
später nicht mehr. Dann stellt sich ein Gefühl dafür ein, was wir brauchen. Es ist genug für alle da”, sagte Frank Viohl, Berater für Regionalentwicklung aus Berlin von http://www.freiräume.org.
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Frank Viohl
Berater für Regionalentwicklung (M.Sc.)
Wiclefstr. 45
10551 Berlin
Tel.: +49 (0)30 6796 6868