Archive für die ‘Aus aller Welt’ Kategorie

Stani: Die Freiheit ist feige

9. April 2014

Putin zeigt es wieder allen:

Der russische Bär hat Krallen.

Und die Demokratien haben Geduld –

das wird am Ende zur History-Schuld!

Enge Kreml-Freundschaft wäre ein Weg!

Das ist allein ein deutsches Privileg.

Stani                                                 8.4.14

Gedenkminute für ein getötete Fotografin in Afghanistan!

4. April 2014
Gedenkminute für ein getötete Fotografin in Afghanistan! Danke Friedhelm.
Bei http://nachrichten168.eu/

Bundeskanzlerin Merkel empfängt den chinesischen Staats- und Parteichef Jinping im Bundeskanzleramt

28. März 2014

Bundeskanzlerin Merkel empfängt den chinesischen Staats- und Parteichef Jinping in BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel empfängt den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping am 28. März 2014 im Bundeskanzleramt Berlin. Aus Anlass des Besuches des chinesischen Staatspräsidenten werden 18 Abkommen unterzeichnet. Der Chef der Alba-Group, Axel Schweitzer, überreicht Xi Jinping ein Basketball-Trikot von Alba Berlin, dem Verein, den Schweitzers Unternehmen sponsert. Zuvor hatte auch Alba ein Abkommen mit einer chinesischen Stadt unterzeichnet. Anschließend sprechen die Bundeskanzlerin und der chinesische Gast vor der Pressekonferenz. (Foto: © VS 2014).

Bundespräsident Gauck begrüßt den chinesischen Staats- und Parteichef Jinping in Berlin

28. März 2014

Bundespräsident Gauck begrüßt den chinesischen Staats- und Parteichef Jinping in BerlinBundespräsident Joachim Gauck begrüßt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und dessen Frau Peng Liyuan mit militärischen Ehren vor dem Schloss Bellevue am 28. März 2014. Anschließend werden die Gäste aus Peking von Honoratioren aus dem politischen und kulturellen Leben begrüßt. (Foto: © VS 2014).

Ukrainischer Ministerpräsident Jazenjuk beim EU-Sondergipfel in Brüssel

6. März 2014

Ukrainischer Ministerpräsident Jazenjuk beim EU-Sondergipfel in BrüsselAm Donnerstag, dem 6. März 2014 trafen sich die EU-Regierungschefs  zu einem Ukraine-Krisengipfel in Brüssel. Der neu gewählte Ministerpräsident der ukrainischen Übergangsregierung Arseni Jazenjuk  (39 Jahre alt) traf sich dort mit den 28 EU-Staats- und Regierungschefs, um über die Lage in seinem Land und insbesondere auf der Krim zu beraten. Er führte Gespräche mit dem Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sowie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: © VS 2014).

Alle außer Gefahr. Brief aus Bosnien.

11. Februar 2014

Ein Brief aus Bosnien

“Uns allen geht es gut. Niemand ist verletzt oder annaehernd in Gefahr.
Zurzeit sind ueberall in Bosnien Demonstrationen. Es sind Proteste gegen die gewaltige Korruption und hohe Arbeitslosigkeit. Man fordert zahlreich Ruecktritte von all den Politikern die nun seit 19 Jahren vieles versprechen, aber immer weniger tun. Leute hungern, mehr als 500.000 sind ohne Arbeit und falls sie doch arbeiten, haben sie ein Niedrigstlohn, so gegen 200-300 Euro.

Alles fing in Tuzla vor 8 Tagen an, dort wurde eine grosse Fabrik geschlossen, Leute wurden vor die Strasse gesetzt, hatten keinen Lohn seit Monaten. Erst waren es friedliche Demos, doch dann ging die Polizei auf die Demonstranten los und danach eskalierte die Situation. Leute aus ganz Bosnien wollten Tuzla Beistand bieten doch daraus wurden Massendemonstrationen in allen Staedten unseres Landes. Viele Jugendliche ohne Arbeit, Kriegsveteranen und pensionierte Mitbuerger versammelten sich am Donnerstag in Sarajevo und so ging es dann hier los. Zum ersten Mal vereint zogen alle zusammen an einem Strang: Muslime, bosnische Kroaten so wie bosnische Serben (obwohl die Medien anders berichten; die Medien in unserem Land sind ein Witz.)

Weil die Politiker im ganzen Land versuchten das alles abzuwimmeln, wurden die Buerger wuetend und die Situation eskalierte erst in Tuzla am Donnerstag (dort haben ca 10.000 Leute das Gebaeude der regionalen Regierund angezuendet) danach in Sarajevo am Freitag, ebenfalls das gleiche Gebaeude. Es war schon ziemlich gruselig, denn all das passierte ca 3-4 km von uns entfernt. Ich bekam das meiste mit denn ich kam von der Uni, musste dort vorbei. Viele Polizisten, Rettungsdienste und auch Demonstranten wurden verletzt, durch Steine, Schlaege oder Feuer. Manche sagen es sei wieder wie 1992, wie im Kriegszustand.

Freitag hatte ja Eso Geburtstag aber durch all das kam man nicht so richtig zum feiern. Wir sassen vor dem Fernseher und verfolgten alles mit. Mittlerweile ist es friedlicher geworden, es kommt zu keinen schlimmen Auseinandersetzungen mehr. Liegt wohl daran das sehr viele Politiker zurueckgetreten sind. Alle sind sehr gluecklich darueber, die Leute freuen sich auf ein neues Morgen, die Revolution steht vor der Tuer. Man spuert das auch irgendwie in der Luft, Veraenderungen sind unvermeindbar :) Auch morgen finden wieder Demonstrationen statt, solange bis die Regierung der ganzen Foederation faellt.
Wir moechten uns bei Ihnen ganz ganz doll bedanken, dass Sie stehts an uns alle denken.”

E., 10.2.2014

Tunesien hat eine neue, rechtstaatliche Verfassung

27. Januar 2014

Die deutsche Kanzlerin und Vorsitzende der CDU, Angela Merkel, gratulierte heute Tunesien. Das Land hat eine neue Verfassung. Als erstes arabisches Umbruchland und Initiator des “Arabischen Frühlings” ist es Tunesien gelungen, in einem friedlichen Prozess eine Verfassung anzunehmen, die im Kern einen zivilen Rechtsstaat vorsieht und Grundrechte und -freiheiten.

Die Gleichberechtigung der Geschlechter soll darin garantiert sein. Damit sei eine entscheidende Weiche für eine demokratische Zukunft des Landes gestellt. (PM Bundesregierung, 27.1.2014, syl)

Zum Gedenktag des Nationalsozialismus: Die Blockade von Leningrad

27. Januar 2014

„Ein Krieg wie jeder andere: voll Dreck und Blut“. (Daniil Granin, 27.1.2014)

Berlin, 27.1.2013. Erst seit 1996 begeht der Deutsche Bundestag den offiziellen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Der 27. Januar 1945 ist zugleich der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee.

Die bewegende und stark bildhaft gesprochene Gedenkrede hielt dieses Jahr der 95 Jahre alte Überlebende der Leningrad-Blockade Daniil Granin. Der studierte Elektrotechniker wurde am 1. Januar 1919 in Leningrad (Russland) geboren, dem heutigen St. Petersburg, wo er bis heute lebt und als Schriftsteller arbeitet.

Zu allem Unglück sei der sehr kalter Winter gewesen. Die Stadt sei bombardiert und unter massiven Artilleriebeschuss genommen worden von den Deutschen: “Die Häuser brannten mehrere Tage lang.”

Daniil Granin war im Zweiten Weltkrieg Offizier der freiwilligen Truppen und erlebte die rund 900 Tage andauernde Belagerung Leningrades, die am 27.1.1944 endete.

Im Mai 1942 hat Granin „Leichen, die leicht waren wie Brennholz“, auf Lastwagen geworfen.

Vor Hunger seien die Menschen immer schwächer geworden. Aber sie hätten weiterhin Munition und Minen produziert und Panzer instandgesetzt. “Die Blockade hielt fast drei Millionen Menschen im Würgegriff.” Der Hunger sei in die Stadt geschickt worden, um anstelle der Soldaten Krieg zu führen.

Im Oktober seien 6.000, im November 10.000 und in den ersten 25 Tagen des Dezember 1941 40.000 Menschen gestorben: “Im Februar verhungerten täglich etwa dreieinhalb Tausend.” Die Stadt habe wegen des Beschusses aus der Luft und der Bombardierung nicht mehr versorgt werden können.

Gemeinsam mit dem weißrussischen Schriftsteller Ales Adamowitsch 1979 veröffentlichte Granin die Dokumentation “Das Blockadebuch”. Darin sind Geschichten aus der belagerten Stadt gesammelt wie jene von dem dreijährigen gestorbenen Kind, von dessen Leichnam die Mutter täglich ein Stückchen abschneidet, um ihr zweites Kind zu ernähren. „Die Tochter wusste damals nicht, was sie zu essen bekam. Erst viele Jahre nach dem Krieg“, sagte Granin in der heutigen Gedenkstunde. Die Mutter habe sich selbst gezwungen, “nicht zu sterben und nicht wahnsinnig zu werden, weil sie ihre Tochter retten musste.”

Daniil Granin wurde ein bekannter Autor in der Sowjetunion und befürwortete Glasnost und die Perestroika. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Gleichfalls dramatisch musikalisch umrahmt wurden seine Schilderungen vom Streichquartett Nr. 8 c-moll, op. 110, Satz 1,2 und 4, geschrieben von dem St. Petersburger Dmitri Schostakowitsch. Dem Werk merkt der Zuhörer geradezu die autobiografischen Züge an. Der Komponist, geboren 1906, gestorben 1960 war Zeitzeuge. Sein Stück zähle zu den meistgespielten Streichquartetten im 20. Jahrhundert.

Zur Gedenkstunde begrüßte Bundestagspräsident Professor Norbert Lammert (CDU). Der Plenarsaal war etwa zu Zweidritteln besetzt. Auf der „Ehrentribüne“ saßen der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler (CDU) sowie Wolfgang Thierse (SPD), vormals Bundestagsvizepräsident. Im Plenarraum nahmen wie üblich der amtierende Bundespräsident Platz, dieses Mal Joachim Gauck (parteilos), Bundesratspräsident Stephan Weil (SPD), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Voßkuhle mit Blick zum Bundespräsidium. (syl)

Mehr zu diesem Gedenktag des Nationalsozialismus: http://www.bundestag.de/