Archive für die ‘Kunst / Kultur’ Kategorie

Gewissensbisse

18. Mai 2013

Den lieben Tieren,

ob auf allen Vieren

oder auf zwei Pfoten!

Ich schreibe Euch diesen Entschuldigungsbrief,

weil mich das Gewissen rief!

„Verzeiht, dass wir Euch jagen, verachten,

einsperren, quälen und schlachten!

Wir verursachen Euch viel Leid –

weil Ihr uns Menschen überlegen seid.

Es entspricht unserer bösen Natur,

dass wir als Satans Helfershelfer pur

die Besseren vernichten,

damit sie u n s  nicht richten.

Wir sind ringsum von Euch umgeben:

Fliegen, Ameisen und Mäuse,

Spatzen, Schnecken ohne Gehäuse,

Täubchen und innen drinnen Spinnen,

Hundchen und Katzen.

Drum kennt Ihr unser aller Leben

und wisst, wir haben alles – nur keinen Segen.

Würdet Ihr uns bitte helfen?!

Ganz dezent, so wie die Elfen?

Vielleicht könnten wir uns sogar zusammentun:

Mücke und Mensch, Hausfrau und Huhn

Rentner/innen in hohem Alter

und Brombeeerzpipfelfalter!

Denn der Mensch einer solchen Nation

braucht eine honigsüsse Injektion,

er braucht schon als Kind Anti-Hassgen-Tropfen!

Und Ihr müsst alle seine Schießrohre verstopfen!

_____

Von Günter Stanienda, Berlin, 13. Mai 2013

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Mitten unter uns

29. April 2013

Manchen mag es aufgefallen sein:

Jüdische Mitbürger unterlassen in diese Tagen

die Bartrasur.  Es ist die 7wöchige Trauerzeit

Lag-ba-Omer zum Gedenken an den Aufstand

gegen die Römer von 137-135 nach  Christus,

der rd. 580 000 jüdische Opfer und ca. 1000 zerstörte

Städte und Dörfer kostete. Anstelle von Jerusalem

wurde eine römische Kolonie gegründet.

Zu den „Ritualen“ dieser Gedenkphase gehört

u.a. der Verzicht auf Fröhlichkeit, das Tragen

neuer Kleider sowie die Sitte, Kinder im Freien

mit Pfeil und Bogen spielen zu lassen!

 

Stani 29-4-13

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Kinostart: “The Broken Circle”

24. April 2013

“In “The Broken Circle” geht es um Musik, das Leben, Glück und Schicksal. Aber eigentlich um Liebe”. Frei zitiert nach Johan Heldenbergh der sich gleichzeitig für das Drehbuch und die Hauptrolle verantwortlich zeichnet. Regisseur Felix Van Groeningen nimmt uns mit auf eine Reise ins ländliche Belgien, wo Cowboy Didier (Johan Heldenbergh) sein idyllisches Landleben inklusive Auftritte seiner grandiosen (und für den Film gegründeten) Bluegrass Band genießt. Er lernt die Tattoo-Künstlerin und spätere Sängerin Elise (Veerle Baetens) kennen und lieben. Sie bekommen eine gemeinsame Tochter (Nell Cattrysse) und ihr Leben scheint zu perfekt, um wahr zu sein.

thebrokencircle2013kino

Dies bestätigt sich, als bei ihrer Tochter Krebs diagnostiziert wird und sich die Eltern im Streit um Schuldzuweisungen und religiöse Differenzen voneinander zu entfernen beginnen.
Im permanenten Wechsel der Zeiten und Emotionen weiß der Zuschauer manchmal nicht, ob er lachen oder weinen soll, oder weinend lachen oder aber, und das berührt am meisten, in schönen Momenten weinen weil die Fragilität des Glücks zunehmend deutlicher wird.

Trotz der nicht chronologischen Erzählweise der Adaption des gleichnamigen Bühnenstücks wird der Zuschauer emotional nicht stehengelassen, sondern von jederzeit authentischen Schauspielern begleitet, die durch ihr nuanciertes Spiel den Charakteren Glaubwürdigkeit verleihen und die Geschichte zu keiner Zeit ins Klischeehafte abgleiten lassen.
Auch wenn das Schicksal Didier hart zusetzt, macht dieser Film trotz der Vergänglichkeit seines Glücks unbedingt Lust auf das Leben, das Glücklichsein. Es mit anderen zu teilen. Und das Wagnis Liebe einzugehen…
Produktionsland: Belgien, Dauer:  1 Std. 52 Min., Kinostart 25.April 2013

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=XYh3BZFIleo

 

Robin Czerny

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Maß voll! Maß los. Kommentar.

24. April 2013

Maßlos

Ein baierisch’ Maß tut dem Biertrinker gut,

aber bairische Maßlosigkeit beleidigt begeisterte

Fußball-Fans und ist letztlich eine inflationäre

Infektion, die zum Götze(n)dienst führt.

Man denke an das uheildrohende Menetekel von

Babylon, mit dessen Turm man den Himmel

erreichen wollte.

 

G. Stanienda, Autor und mal baierischer Schüler.

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„Flagge zeigen“

14. April 2013

Temporäres Projekt in Marzahn von der Künstlerin Carola Rümper findet vom 1.Mai – 30. Juni 2013 statt.

Die Künstlerin ist Nutzerin des Marzahner Atelierprogramms. Dieses Programm, ein Kooperationsprojekt der degewo und der bezirklichen Galerie M, besteht seit über drei Jahren.

ruemperiens2013Aktion

Mit dem Projekt „Flagge zeigen“ fordert Carola Rümper die Bewohnerinnen und Bewohner in Marzahn zur Mithilfe bei der Suche nach den Rümperiens auf.

Carola Rümper dokumentiert und erforscht die Erscheinungsform der RÜMPERIENS seit vielen Jahren. Auffallendes Merkmal der Rümperiens ist die schwarze Außenhaut.

Auch in Marzahn hat Carola Rümper bereits einige Exemplare entdeckt. (mehr zu den RÜMPERIENS unter: www.carola-ruemper.eu und www.facebook.com/ruemperiens)

Mit dem Projekt „Flagge zeigen“ fordert Carola Rümper die Bewohnerinnen und Bewohner in Marzahn zur Mithilfe bei der Suche nach den Rümperiens auf.

Von Anfang Mai bis Ende Juni  werden von der Künstlerin Papierfahnen mit dem Aufdruck „Achtung Rümperiens“ verteilt.

Bürgerinnen und Bürger in Marzahn können sich diese Fahnen kostenlos in dem Atelier und Projektraum MP43 abholen, um diese im Innen- und Außenraum in Marzahn zu positionieren. Es soll damit ein Ort gekennzeichnet werden, an dem die Rümperiens gesichtet wurden oder an dem sie vermutet werden. Von dieser Kennzeichnung soll ein Foto gemacht werden, das anschließend der Künstlerin für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt wird.

Die Bewohnerinnen und Bewohner aus Marzahn haben als Beteiligte an diesem Projekt die Möglichkeit ihren Bezirk zu bezeichnen. In der Wahl des Standortes und die damit verbundene Motivabbildung läßt die Bürgerrinnen und Bürger selbst bestimmen wie sie ihren Bezirk aussehen lassen möchten. Selbstbestimmt geben sie ein Bild von Marzahn wieder. Dieser Blick ist ein privater, persönlicher Blick, er ist die Innensicht der Ansässigen. Die Beteiligten erhalten die Möglichkeit ihre eigene Lebenswelt in das Projekt mit einzubringen und ihren Bezirk fern von den üblichen negativen Presseschlagzeilen (Marzahn ­als Synonym für Monotonie und Trostlosigkeit) und damit auch entgegen des üblichen Klischees zu beschreiben.

Ganz im Gegenteil, die Bewohnerinnen und Bewohner zeigen, dass sie mit Witz und Humor einem irritierenden Phänomen begegnen und diesem nachspüren.

Herzliche Grüße
Carola Rümper

Das Projekt findet vom 1.Mai – 30. Juni 2013 statt.

Auftaktveranstaltung:
Samstag 4.5.2013 von 15 – 20 Uhr
Sonntag 5.5.2013 von 14 – 18 Uhr

Weitere Termine unter:
www.carola-ruemper.eu/PDF/Carola_Ruemper_Flagge_zeigen.pdf

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