Archive für die ‘Kunst / Kultur’ Kategorie

Stani´s Zoten: Altmodisch ist modern

27. September 2014

Ein uralter deutscher Katechismus ist ab heute

in reformierten Regionen wie den Niederlanden

Grundlage für die Sonntagsgottesdienste:

Der strenge Heidelberger von 1563.

Vielfach sind auch deutsche Pfarrer auf ihn ordiniert.

Er übt mit seinem Woche um Woche (!) gepredigten

Frage- und Antwort-Katalog auf politische Führung

wie Volk einen beachtlichen Einfluss aus. So führte der

CDA-Politiker Balkenende seinen erfolgreichen Wahlkampf

nicht nur für seine christliche Partei, sondern für sein

Credo „Normen en Warden“ (Normen und Werte).

Und er zitierte gern den „Heidelberger“, dass jedermann

„sein Amt und Beruf so treulich ausrichte, wie die

Engel im Himmel!“ Auch das Siebente Gebot im

Heidelberger gilt als deutliches religiöses Regulativ,

wenn es dazu z.B. heißt, „dass alle Unkeuschheit

von Gott vermaledeit sei und wir ihr darum von Herzen

feind sein und keusch und züchtig leben sollen –

im heiligen Ehestand oder außerhalb desselben“.

 

Stani

Staatministerin für Integration wünscht schana tova u’metuka – ein gutes und süßes Jahr 5775.

24. September 2014

Pressemitteilung

Am morgigen 25. September 2014 begehen Jüdinnen und Juden weltweit das jüdische Neujahrsfest, Rosch ha-Shanah. Hierzu erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz:

Schana tova u’metuka 

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana übermittle ich allen Jüdinnen und Juden in Deutschland meine herzlichen Glückwünsche! Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien alles Gute. Dabei ist es Brauch, Bilanz zu ziehen über das abgelaufenen Jahr und für eine gute Zukunft zu beten.

Wenn Sie zurückschauen, dann mitunter auch mit Sorgen. Auch ich war erschüttert über antisemitische Hetze auf Demonstrationen, über Anschläge auf Synagogen und verbale wie körperliche Gewalt gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland. Wir dürfen es nicht zulassen, dass wenige Radikale, Fanatiker oder Extremisten versuchen, unsere Gesellschaft auseinander zu reißen.

Ich war froh, dass wir am 14. September in Berlin gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein so starkes Zeichen gegen Judenhass bei der Kundgebung des Zentralrates der Juden in Deutschland setzten konnten. Genauso froh war ich, als am vergangenen Freitag die Muslime in Deutschland auf ihren Kundgebungen sich solidarisch gegen Hass und Unrecht erklärten. Für die vor uns liegende Zeit braucht es die gesamte Zivilgesellschaft, diesen Weg weiter zu gehen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass das kommende Jahr für Sie, wie für uns alle, ein gutes und friedliches Jahr des guten Miteinanders wird. Allen, die das jüdische Neujahrsfest begehen, wünsche ich, dass dieser Festtag ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr einläutet. In diesem Sinne schana tova u’metuka – ein gutes und süßes Jahr 5775.

Mit freundlichen Grüßen
i. A.
Claudia Rohmann
______________________
Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für
Migration, Flüchtlinge und Integration
Tel: 030-18400-2033
Fax: 030-1810400-2033
Email: claudia.rohmann@bk.bund.de
Internet: www.integrationsbeauftragte.de

Späte Ehre: Freund Alexander von Humboldts

22. September 2014

Wenigstens hier im Internet soll einem großen

Berliner ein kleiner Erinnerungsgruß gelten:

Am 23. September 1791 wurde Giacomo Meyerbeer

in Berlin geboren. Spross einer erfolgreichen

Jüdischen Kaufmannsfamilie, in Paris Opernkomponist

(„Les Huguenots“) und später Preussischer GMD/

Generalmusikdirektor, Freund Alexander von Humboldts.

Spendierte mal sein beachtliches Salär für schlecht

bezahlte Musiker!

 

Stani 22.9.14

Guten Rosh – jüdisches Neujahr

15. September 2014

Guten Rutsch!

In den jüdischen Gemeinden

wünscht man sich diese Woche

einen „Guten Rosh“ (nicht Guten Rutsch)

denn es ist der Beginn des Neuen Jahres,

des Jahres 5775! „Rosh Haschana“,

(Kopf des Jahres). Die Berliner haben

früher den fröhlichen Zuruf ihrer jüdischen

Mitbürger verschmitzt-verballhornt.

Nach rabbinischer Tradition ist nun ein

Himmlisches Buch aufgeschlagen, in dem

in dem alle guten und bösen Taten

eines jeden Menschen verzeichnet sind!

Und so lautet der Neujahrswunsch:

„Zu einem guten Jahr mögest Du eingeschrieben sein“

(Leschana towa tikkatew!“)

Stani

Guten Rosh

Guten Rosh!

 

 

Stani´s Friedensbild

6. September 2014

Eine neue Arche Noah?

Frage: Kann ich irgendwo Mitglied werden,

auf dieser unsicheren Erden?

Bei der NATO?
Oder so.

Um mich und Familie zu schützen,

irgendwer muss mir doch nützen!

Oder besser bei der IS rückversichern?

Es ist doch kein gutes Gefühl, schutzlos zu sein,

Und im Grunde sind wir doch alle allein,

und verunsichert allemal.

Nachrichtensendungen sind eine Qual!

Was nutzt mir die Bundeswehr?

Die ist doch wie ein ausgestopfter Bär!

Im Fernsehen viel Friedensgeflunker!

Aber wo sind, wenn’s ernst wird, Bunker,

in die ich flüchten kann?

Ich kenne keine Hinweisschilder –

nur aus der Ukraine und Gaza die Bilder.

Eine friedliche Lösung wäre zur Not:

Christen  u n d  Moslems in einem Boot!

Mit der Doppelten Staatsbürgerschaft

hat man das doch schon geschafft:

Also in beiden Religionen Mitglied sein,

Doppelte Religionszugehörigkeit,

Partner zur Verständigung bereit!

Und so unseren Einfluss im Guten ausweiten.

GOTT ist immer auf a l l e n  Seiten.

Stani  6.9.14

 

Öffnungszeiten museum Fluxus + in Potsdam

19. August 2014

Das museum Fluxus+ in Potsdam: moderne und zeitgenössische Kunst

Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag 13 – 18 Uhr

Nein, nicht nur in Berlin gibt es für Kunstbegeisterte viele lohnende Orte. Das Museum „Fluxus +“ befindet sich in der Nachbarschaft, in Potsdam. Der Name überrascht: Fluxus inVerbindung mit „Museum“ Geht das denn, kommt der Begriff Fluxus nicht von „fließen“? http://» www.fluxus-plus.de/. Steht nicht Fluxus, für etwas Vergängliches, ein Happening, eine Performance? In seinen eigenen Veröffentlichungen bezeichnet des Museum den Begriff „Fluxus“ als eine internationale Kunstbewegung, die sich um 1960 in New York und Tokio sowie in den europäischen Städten Wiesbaden, Wuppertal, Kopenhagen, Paris, Düsseldorf, Amsterdam, Den Haag, London und Nizza formierte. Als Initiator gilt George Maciunas (1931-1978), amerikanischer Künstler mit litauischer Abstammung.

Er ist es, der den Begriff Fluxus prägt. Zunächst vorgesehen als Titel für eine von ihm konzipierte Kunstzeitschrift, etabliert sich der Begriff als Bezeichnung für die von ihm weltweit initiierten Konzerte, Festivals, Publikationen und Multiples. Übersetzt heißt das lateinische Wort “fließend”. In diesem Sinne bezeichnet die Kunstrichtung einen fließenden Übergang von Kunst und Leben, gleichzeitig weist sie auf die Vergänglichkeit aller Dinge hin. Die Künstler, die im Laufe der Jahre im Fluxus-Kontext auftreten, vereint die Vorgehensweise, im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur und Theater zu agieren. Meist geschieht dies in einer Aktionsform, die ganz bewusst Geschehnisse aus unterschiedlichen Lebensbereichen kompositorisch aneinander reiht.

Wenn also Fluxus für „fließend“ steht, zeigt das Museum folglich so etwas wie tiefgefrorene Bewegung? Vergängliches bsmexcursionmuseumlogo_160erstarrt in einem musealen Tempel? Schwer vorstellbar. So ist das Potsdamer Museum „Fluxus +“ auch nicht zu verstehen. Es ist viel Leben in diesem Museum.

An den großen Fluxus-Künstler Wolf Vostell erinnern nicht nur dessen eigenwillen Skupturen, sondern auch viele persönliche Erinnerungen an Begegnungen des Künstlers mit der Familie des Museumsgründers und Eigentümers Heinrich Liman. Persönliche Geschenke, wie die von Vorstell entworfenen Schmuckstücke für Frau Liman, Fotos und persönliche Mitteilungen lassen die Nähe zwischen dem Künstler und der Sammler-Familie erahnen.

Das Museum „Fluxus +“ zeigt die Kunstsammlung der Familie Liman, ergänzt mit Wechselausstellungen. Es befindest in historischem Gemäuer einer- – wie könnte es anders sein in Potsdam, Militärkaserne. Es umfasst 1.000 qm Ausstellungsfläche und ist ein lebendiger Kunstort, in dem auch Performances und Konzerte stattfinden. Das + im Namen des Museums „Fluxus +“ steht für all jene Künstler und deren Werke, die das Museum ebenfalls zeigt, die aber nicht zur Fluxus-Kunst gehören. Gezeigt werden Arbeiten von über 30 Künstlern, darunter neben Wolf Vostell auch Christo Joe Jones, Niki de Saint Phalle, Dieter Roth, Yoko Ono. (Text: Helmut Lorscheid, 2008)

Das Museum FLUXUS+ wurde im April 2008 eröffnet.

Öffnungszeiten : Mi-So 13 – 18 Uhr

Eintritt 7,50 Euro, ermäßigt 3 Euro

Anschrift:

museum FLUXUS+ gemeinnützige GmbH
Schiffbauergasse 4f
14467 Potsdam
Fon: (0331) 60 10 89 – 22
Fax: (0331) 60 10 89 – 10
E-Mail: podzun@fluxus-plus.de
URL: http://www.fluxus-plus.de

 

Stani´s Zoten: Luftwaffe los!

10. August 2014

In der Welt wird unverdrossen

Auf Menschen geschossen –

Aber wir alle sind auf alle Fälle

A u c h  Kriminelle:

Weil wir Mitwisser sind,

Schuldig an jedem toten Kind,

Schweigende Duckmäuser –

O h n e  zerstörte Häuser.

Was wir längst schon vermissten:

Den lauten Aufschrei der Christen!

Und eine Luftwaffe, die Hilfe schickt,

Solange die Zeitbombe Terror tickt!

Stani 9.8.14

Man sucht die Sonnenseite oder das Weite

7. August 2014

Die einen genießen Sonne und Meer,

am Ende vom Strand ein Mann mit Gewehr.

Die einen lassen gewaltig auftischen

Die andren sehen nur die Gräten von Fischen.

Am einen oder anderen Krieg fliegt man vorbei,

möglichst weit weg in die Mongolei!

Die Welt ist nun einmal schizophren –

das können wir an uns selber seh’n:

Wir lassen uns das Genießen

auf keinen Fall verdrießen,

kommen aber auch nicht auf den Gedanken,

eine Futter-Maut einzuführen, außer für die Schlanken!

 

Sani 7.8.14