François Hollande arbeitet sich an Eurobondsvorschlag heran
27. Mai 2012
(Foto: © A von Stocki).
Berlin, 15./29.5.2012. Am Tage seiner Amtseinführung als französischer Präsident reiste François Hollande zu einem Antrittsbesuch nach Berlin. Zwei Stunden später als geplant – wegen Blitzeinschlägen in sein Flugzeug kurz nach Aufbruch nach Berlin und Wechsel des Flugzeuges aus Sicherheitsgründen – erscheint François Hollande zu den militärischen Ehren im Innenhof des Bundeskanzleramtes.
Empfangen von Angela Merkel, aber auch einer kleinen Sympathisantengruppe mit Anfeuerungsrufen: François, François! und einem großen Transparent. Über 200 Zuschauer beklatschten die militärische Zeremonie für den französischen Sozialdemokraten Hollande hinter den Absperrgittern zum Hof.
Ein großes Zeichen für die deutsche Regierungschefin gibt der gerade heute angetretene François Hollande. Merkel schien sich mit dem lebensfreudigen Demokraten Sarkozy gut verstanden zu haben. Auffällig uneinig seien sich Hollande und Merkel in der Frage nach klaren Entscheidungen zu der sogenannten Transferunion, bei der jedes Euroland beim anderen Schulden erlässt.
Der deutsche Sozialdemokrat Sigmar Gabriel sagte am Dienstagmorgen in der Bundespressekonferenz, eine quasi Transferunion hätte Europa bereits, sonst könnte Deutschland nicht der Exportweltmeister sein, der er ist. Gabriel erklärte den Journalisten die volkswirtschaftlichen Austausche seien Grundlage der Transferunion. Neben ihm auf dem Podium der Bundespressekonferenz saßen Frank-Walter Steinmeiner, Kanzlerkandidat von 2009 sowie Peer Steinbrück, On-Off-Kanzlerkandidat der SPD, zum Thema: Der Weg aus der Krise.
Sigmar Gabriel ließ sich nicht nehmen, Merkels deutsche Europa-Taktik zynisch zu loben, dass sie nämlich die Transunion ablehne, wie eben auch der Hollande-Vorgänger Sarkozy, sobald die Eurobonds dann doch kommen müssten, könne Merkel sagen, sie habe das nicht gewollt! (Sylla)
Zur Pressebegnung Francois Hollande und Angela Merkel im Kanzleramt.






