Archive für die ‘Europa’ Kategorie

Wege aus der Euro-Krise

11. Februar 2012

Was jetzt zu tun ist

Meinung/Analyse von Paulo Cabaco
Berlin, 10.02.2012 – Furcht vor der globalen Finanzschmelze: Die Europäische Währungsunion steht am Abgrund. Staaten kämpfen gegen die Schuldenlast, Banken stecken in Geldnot, Anleger flüchten aus dem Euro. Und jetzt? Ein Fünf-Punkte-Programm für den Weg aus der Krise.

1. Griechenland muss pleitegehen

Depression beim Süd-Europaisches Länder

Depression beim Süd-Europaisches Länder (copyright by pmc)

Man muss kein Finanzexperte sein, um zu erkennen, dass das Krisenmanagement in der Euro-Zone gescheitert ist. In Griechenland regiert die Depression, Italien zahlt für neue Schulden Renditen in Rekordhöhe, die Kapitalnot der europäischen Banken wächst täglich in Milliarden-Euro-Schritten. An den Börsen ist die Nervosität größer noch als nach dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehmann Brothers im Jahr 2008. Anleger fliehen in Scharen aus europäischen Staatsanleihen, weil sie nicht mehr wissen, welche sicher sind – und welche nicht. Da hilft es nicht, immer neue Milliarden in Krisenländer zu pumpen.

Es wäre besser, der Realität ins Auge zu sehen und zu sagen, welche Staaten zahlungsunfähig sind – Griechenland zum Beispiel – und welche lediglich mit Liquiditätsschwierigkeiten kämpfen: Italien oder Spanien. Staaten wie Griechenland müssen pleitegehen, die Illiquiden dagegen werden mit Hilfspaketen unterstützt. “Griechenland braucht einen Schuldenschnitt von 75 Prozent, der 50-Prozent-Schnitt der privaten Gläubiger reicht hinten und vorn nicht”, glaubt etwa Philipp Vorndran, Kapitalmarktexperte des Kölner Vermögensverwalters Flossbach & von Storch. Nur so hat das Land Chancen, wieder auf die Beine zu kommen, nur so haben die Griechen einen Anreiz, die harten Einschnitte durchzustehen, die nötig sind.

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Damit ihre Insolvenz keine globale Finanzschmelze auslöst, müssen allerdings die möglichen Opfer der Bankrotteure geschützt werden, allen voran europäische Banken und schlingernde Staaten wie Italien und Spanien. Nur so lässt sich der Teufelskreis durchbrechen, der derzeit alle Defizitländer der Währungsunion bedroht, auch die solventen.

2. Alle Länder sollen sparen und wachsen

Im Kern ist die Euro-Krise eine Staatsschuldenkrise. Damit die Finanzmärkte wieder Vertrauen fassen in angeschlagene Staaten, ist es unerlässlich, dass ihre Regierungen die öffentlichen Haushalte in Ordnung bringen und die Wachstumskräfte im Land stärken. Während die einen hoffen, dass sich dieses Vertrauen durch eine unabhängige europäische Haushaltsaufsicht und automatische Sanktionen für Schuldensünder herstellen lässt, setzen andere lieber auf die Kontrolle der Märkte.

“Der Markt kann Staaten, die über ihre Verhältnisse leben, viel effektiver sanktionieren, als alle Verträge”, sagt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, mit Blick auf die leidvollen Erfahrungen mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der zwar theoretisch harte Sanktionen vorsah, praktisch aber zahnlos blieb. Der Markt funktioniert aber nur, wenn die Regierungen für ihre fiskalpolitischen Entscheidungen haften, indem sie mit höheren Zinsen und zur Not einem geordneten Insolvenzverfahren rechnen müssen.

Obwohl Athen, Dublin, Lissabon, Madrid und Rom im Eiltempo Sparhaushalte und Wirtschaftsreformen beschlossen haben, beruhigen sich die Märkte allerdings nicht. Sie wollen Erfolge sehen, doch die zeigen sich frühestens in einem Jahr. Diesen Ländern muss geholfen werden, sie brauchen eine Anschubfinanzierung.

3. Ohne große Hilfspakete geht es einfach nicht

Trotz aller Sparversprechen – die Unsicherheit an den Märkten hält an. Die angeschlagenen Staaten brauchen Zeit und Geld, bis ihre Reformen wirken. Vorschusslorbeeren gibt es an der Börse nicht und damit keinen Kredit. Vielmehr zieht das Misstrauen von den Rändern der Währungsunion immer weiter Richtung Kerneuropa, sogar Deutschland bleibt nicht verschont, wie jüngst eine missglückte Auktion von Bundesanleihen gezeigt hat.

Um den Teufelskreis zu durchbrechen, braucht es also nicht nur den guten Willen zu Reformen, sondern auch viel Geld – das der Euro-Rettungsfonds nicht hat. Dies befeuert den Ruf nach einer stärkeren Waffe, der sogenannten Bazooka. Entweder die Europäische Zentralbank (EZB) druckt also Geld, um Staaten zu finanzieren – was aber nicht ihre Aufgabe ist. Angela Merkel fürchtet zu Recht um die Unabhängigkeit der Notenbank und die Geldwertstabilität. Oder aber die Euro-Bonds kommen als das kleinere Übel. Die größten Chancen hat ein Modell mit begrenzter Haftung: Jedes Land darf sich nur bis zu 60 Prozent seiner Wirtschaftsleistung über Euro-Bonds finanzieren, für die alle Mitglieder der Währungsunion haften. Wer mehr Geld braucht, muss eigene Anleihen ausgeben; für diese nationalen Schuldpapiere zahlt jede Regierung individuelle Zinsen und sie ist allein für Zins und Tilgung verantwortlich.

Ohne Änderung der EU-Verträge führt allerdings kein Weg zu Euro-Bonds. Zudem müssten die Staaten einen Teil ihrer Souveränität in Finanzfragen abgeben – an einen neu zu schaffenden europäischen Währungsfonds etwa. Bis es so weit ist, müsste wohl, auch wenn es den Deutschen nicht behagt, die EZB mitspielen.

4. Ein starker Euro braucht starke Banken

Die großen europäischen Banken sind das schwächste Glied in der Schuldenkrise. Sie haben ihren nationalen Regierungen viel zu viel Geld geliehen – ihre Kapitaldecke ist oft zu dünn. Müssen sie nun noch mehr Staatsanleihen in ihren Büchern abschreiben, weil Europa Griechenland und womöglich anderen Staaten einen Schuldenerlass gewährt, brauchen diese Banken mehr Eigenkapital. Institute, denen es nicht gelingt, das nötige Geld aus eigener Kraft zu beschaffen, müssen den Staat als Finanzier und Aktionär dulden.

Bereits vor drei Jahren nach der Lehman-Pleite mussten sich etliche Banken von der Politik Vertrauen und Geld leihen. Wer abermals vor dem Absturz bewahrt werden will, sollte aber mit harten Auflagen rechnen: Für den Einsatz von öffentlichem Geld müssen die Staaten Aktienpakete oder Gesellschafteranteile erhalten, die sie eines Tages veräußern können. Dividenden- und Gehaltspolitik der betroffen Banken werden streng reglementiert.

Vor allem aber muss eine einheitliche europäische Bankenaufsicht geschaffen werden, die die Geldhäuser auch in normalen Zeiten grenzüberschreitend überwacht. Dazu gehört auch ein internationales Insolvenzverfahren, um im Notfall Banken geordnet abwickeln zu können. Schließlich sollten die Institute künftig deutlich höhere Puffer in Form von Eigenkapital und Liquidität vorhalten.

5. Politiker müssen Bürgern die Wahrheit sagen

copyright by Angelika von Stocki

Bundeskanzlerin Angela Merkel (copyright by Angelika von Stocki)

Angela Merkel wird wohl als Krisenkanzlerin in die deutschen Gesichtsbücher eingehen – so wie Willy Brandt für die Entspannungspolitik oder Helmut Kohl für die Deutsche Einheit. Damit die Bewältigung des europäischen Schuldendebakels aber gelingen kann, braucht es die Zustimmung des Volkes. Denn wer Europa retten will, geht hohe finanzielle und politische Risiken ein, das gilt insbesondere für Deutschland.

Doch viele Bürger quittieren ein mögliches Auseinanderbrechen der Währungsunion nur mit Schulterzucken, ein Austritt Griechenland wäre manchem sogar willkommen. Und die Rückkehr der D-Mark würden viele Menschen mit nostalgischer Verklärung begrüßen. Wenn Merkel den Euro retten will, muss sie den Wählern also erklären, warum gerade Deutschland mit seiner Exportwirtschaft von einer Währungsunion und einem stabilen Euro profitiert. Dieser Vorteil ist nicht kostenlos zu haben. Man wird den Bürgen reinen Wein einschenken müssen: Wer den Euro behalten will, muss dafür einen Preis bezahlen.

Dieser Preis ist entweder eine neue Rolle der Europäischen Zentralbank oder eine gemeinschaftliche Anleihe. Das eine oder das andere scheint unausweichlich zu sein, wenn die Märkte beschwichtigt werden sollen. Doch bislang drückt sich die Politik davor, Klartext zu sprechen. Die Lösung der Schuldenkrise ist auch eine Verteilungsfrage: Wer bezahlt die Kredite, die längst ausgegeben wurden? Ganz ohne Umverteilung von finanzstarken Staaten hin zu schwachen wird es nicht gehen. Die Alternative zum Retten – ein Zusammenbruch des Euro oder eine Kernwährungsunion – hätte aller Voraussicht nach viel unangenehmere Folgen.

 

Paulo Miguel Cabaço (pmc)

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Spanien und Deutschland einig: Deutsche Arbeitsreformen wirken

31. Januar 2012

Berlin, 26./31.1.2012. Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ist hoch. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfing den neuen spanischen Ministerpräsidenten des Königreichs Spanien, Mariano Rajoy, zum ersten Mal mit militärischen Ehren. Das erste Mal in Berlin ist er nicht. Beide lernten sich über die europäische Volkspartei bereits kennen.

Der Euro sei für Spanien gut, sagte Rajoy und er setze auf den Euro. Am Montag in Brüssel, bei EU-Gipfel, nehme er teil.

Rajoy sagte, es werde ein Sanktionssystem geben gegen nicht Sparwillige. Die Löhne werden nicht steigen und unabhängig von der Inflation. Die Energiekosten würden gesenkt. Die kommenden vier Jahre seien Jahre der schwierigen Anfänge, aber die Spanier wüssten genau, dass eine Fiskalpakt und die strukturelle Veränderungen notwendig seien.

Der Euro-Plus-Pakt brachte die Wettbewerbsthemen und Arbeitslosigkeit auf die Agenda, sagte Merkel und befürwortete im Rückblick die Arbeitsmarktreform unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Deutschland überstand die Krise besser und bewirkte, dass die Arbeitslosenzahlen von damals fünf Millionen auf heute drei Millionen schrumpften. In den ersten Jahren seien die Erfolge noch nicht sichtbar gewesen, aber jetzt stünden die Deutschen gut da. (fs)

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Belgischer Premier Elio Di Rupo und Merkel: Erst mal ESFS umsetzen!

29. Januar 2012

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfaengt den belgischen Ministerpraesidenten Elio di Rupo mit militaerischen Ehren im Bundeskanzleramt. (Foto: © Angelika von Stocki)

 

Berlin, 23./29.1.2012. Nur nicht zu schnell neue Rettungsmäntel für die strauchelnden Europa-Mitglieder erfinden. Sondern die europäischen Finanzaufsichtsbehörden ESFS (European System of Financial Supervision) in Gang setzen und dauerhaft den 500-Milliarden-Euro-Rettungsfonds EMS umsetzen. Das unterstütze auch die Europäische Zentralbank (EZB), zeigten sich der Premierminister des Königreichs Belgien, Elio Di Rupo und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), vergangene Woche in Berlin einig.

Die neue belgische Regierung habe „mit Elan eine Vielzahl von Strukturreformen“ angepackt, sagte die deutsche Kanzlerin. Trotz „einer sehr gesunden industriellen und wirtschaftlichen Basis, wenn es um Wissenschaft und Forschung, Bürokratieabbau und Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt“ gehe, hätten auch Belgien und Deutschland noch einige „Hausaufgaben zu machen“, so Merkel.

Der belgische Ministerpräsident sagte, Deutschland sei der wichtigste Wirtschaftspartner Belgiens. Elio Di Rupo werde den EU-Gründerstaat Belgien strukturell umbauen, auch das Rentensystem und die Wirtschaft reformieren, auch was die Arbeitsplätze beträfe. „Die Reformen sind für die Zukunft absolut erforderlich in Bezug auf die soziale Sicherheit und um die Schlagkraft unserer Wirtschaft zu verstärken“. Im Koalitionsvertrag sei festgelegt worden, dass Belgien ein „System mit einer Kontrolle über die Preise und die Preisindizierung“ einführen werde. Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2012 liege nun vor. „Wir müssen tragfähige Sparmaßnamen ergreifen“. Rupo sieht sich als Mitglied der EU in der Verantwortung „in dieser schwierigen Zeit“.

In Belgien sei die Arbeitslosenzahl kleiner als innerhalb der europäischen Union. Vom Deutschen Dominanzstreben wollen Rupo und Merkel nichts wissen. „Mit Dominanz hat das erst mal gar nichts zu tun“, so Rupo. Deutschland sei eben größer als Belgien und habe auch landesspezifische Probleme zu bewältigen. Merkel wolle noch nicht ausgegebenes „Geld sehr schnell einsetzen“ und in die Breitbandversorgung investieren für spätere innovative Anbindungen.

Premierminister Rupo und Angela Merkel wiesen die Forderungen des Vorstandes des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Französin Christine Legarde, zurück: Die Firewall zu verstärken, sprich den Rettungsschirm zu vergrößern, sei eine Frage, der alle EU-Länder zustimmen müssten. Die Wirtschafts- und Finanzwelt müsse die Realwirtschaft mehr unterstützen, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen, sagte der Belgier und Merkel: es müssten jetzt nicht neue Nachrichten geschaffen werden, bevor die geschaffenen Mittel erst mal umgesetzt wurden.

Außerdem habe die Europäische Union viel vorbereitet, sagte Merkel, Griechenland beim neuen Programm zu unterstützen, das müsse bis März stehen. Beim Nachrichtendienst Reuters hieß es: „Das zweite Griechenlandhilfspaket über 130 Milliarden Euro sollte im März stehen“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Bundesbankpräsident Jens Weidmann (parteilos) zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass die Euro-Zone 2012 eine wirtschaftliche Erholung erleben werde.

Der nächste Europa-Gipfel findet am 30. Januar 2012 in Brüssel statt. (fs, LÄ 31.1.2012, 11.21 Uhr)

Hier gehts zum Video der Pressekonferenz im Kanzleramt: bundesregierung.de.

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Angela Merkel empfing Italiens Ministerpraesidenten Mario Monti

22. Januar 2012
Angela Merkel empfing italienischen Ministerpraesidenten Mario Monti

Angela Merkel empfing Italiens Ministerpraesidenten Mario Monti (Foto: © Angelika von Stocki)

Italien hat einen seriösen Präsidenten!

Von Franziska Sylla

Berlin, 11./22.1.2012. Kaum zu glauben: der korrupte, sexsüchtige und verschwenderische Ministerpräsident von Italien, Silvio Berlusconi, war 2011 endgültig gescheitert. Immer wieder sprachen seine Wahlbürger dem 74-Jährigen seit 1994 das Vertrauen aus, dreimal war er an der Macht, insgesamt nur zehn Jahre. Einzig Europa-demokratisch erscheint Berlusconis unfreiwillige, völlige Machtaufgabe in der Regierung am 13. November 2011.

Italiens Staatspräsident Georgio Napolitano beauftragte dann den parteilosen Wirtschaftswissenschaftler Mario Monti. Dieser gewann das Vertrauen des italienischen Abgeordnetenhauses und wurde am 16. November als neuer Ministerpräsident bestätigt.

In Berlin begrüßte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Monti traditionell mit militärischen Ehren. Ein Akt jedem neuen oder wieder gewählten Regierungs- oder Staatschefs gegenüber. Unabhängig, ob der Staatschef aus einem friedvoll geführten, wirtschaftlich oder bildungstechnisch funktionierendem Land zu Besuch kommt. Egal auch, ob diktatorische oder demokratische Herrscher von der deutschen Regierung  sich empfangen lassen wollen. Wobei, der libysche Präsident und skurrile Diktator, Muammar al-Gaddafi, erschien unter Angela Merkel nicht im Kanzleramt.

Berlusconi jedoch wurde von Angela Merkel im Jahr 2008 und Anfang 2011 mit militärischen Ehren empfangen (www.welt.de). Die Begegnungsgründe von Merkel und Berlusconi mögen in der Vergangenheit eher die Vorbereitungen der Europa-Gipfel oder der jährlich stattfindenden, wechselseitigen Regierungskonsultationen oder die Schuldenkrise der europäischen Mitgliedsländer gewesen sein. Nicht Thema war bis dahin die Personalfrage um den Präsidenten der italienischen Nationalbank, Mario Draghi, der das Vorstandsamt der Europäischen Zentralbank (EZB) ab September 2011 übernahm. Und Draghi unterstütze seinen neuen Ministerpräsidenten und Landsmann Mario Monti, schrieb die Neue Züricher Zeitung. (NZZ, 22.1.2012,   www.nzz.de).

Um das Schuldenerbe Berlusconis, der laut Wikipedia einer der reichsten Italiener sein soll, sein geschätztes Vermögen: 7,8 Milliarden Euro, kommt der neue Regierungschef Monti nicht herum. Die Staatsschulden betragen laut Handelsblatt vom 11. Januar 2012, 1900 Milliarden Euro. Das entsprächen rund 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Die drittgrößte Volkswirtschaft Europas habe im ersten Quartal 2011 (Handelsblatt) Kredite von rund 150 Milliarden Euro aufgenommen. (fs, LÄ 23.1.2012, 16.08 Uhr)

Ältere Artikel zu Politik in Bildern auf Demokratie Spiegel und hier mehr politische Bilder von Angelika von Stocki.

Andere Medien zum Thema: handelsblatt.com/monti-wehrt-sich-gegen-die-buesser-rolle

Hier geht es zum Video aus dem Kanzleramt von der Pressekonferenz mit Monti und Merkel, 11.1.2012: www.bundesregierung.de

 

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Rösler und Chrysochoides wollen gemeinsame Förderbank

15. Dezember 2011

Berlin, 13.12.2011. Am Dienstag trafen sich Bundesminister Philipp Rösler (FDP) und der griechische Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoides (SBU).
Besprochen wurde die Gründung einer sogenannten Förderbank um kleine und mittelständische Unternehmen in Griechenland zu unterstützen.

Rösler und Chrysochoides beim BMWi

Rösler und Chrysochoides beim BMWi

Beiden ist jedoch noch nicht klar, ob es einen gemeinsamen Förderfond oder ein Bankinstitut geben wird. Weitere Maßnahmen sind, das Land wirtschaftlich wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Dabei steht die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands im Vordergrund.

Rösler und Chrysochoides sehen in diesem Vorhaben jedoch noch viele offene Fragen.
„Es müssen noch viele technische Fragen geklärt werden, aber wir haben einen klaren Weg zur Stabilisierung des Landes“, so Rösler.

Unser Redakteur Paulo Cabaço fragte den griechischen Minister Chrysochoides:
„Vor zwei Wochen sagte Herr Mitarachi (Opositions-Partei – Nea Demokratia) hier im Berlin, das, was Griechenland braucht, ist ein starkes Sparprogramm und einen Investitionsschub. Aber wirtschaftlich gesehen ist es nicht kompatibel, was sagen Sie dazu?“
MC: „Na ja, was Griecheland genau braucht, ist zunächst die Lösung unseres Sozial- und Fiskalproblemes und die Steigerung unseres BSP (Brutto Sozial Produkt). Danach wollen wir das Vertrauen der griechischen und europäisches Unternehmen wieder gewinnen. Dadurch steigern wir unser wirtschfliche Stabilität.“

Für Chrysochoides ist die Arbeit am Export griechischer Güter und Dienstleistungen besonders wichtig, weshalb er auch in Zukunft verstärkt mit Bundesminister Rösler zusammenarbeiten wird.
(HannesMarquart, pmc, fs, LÄ 15.12.11) (Fotocopyright: MedienModul)

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