Turmstraße Berlin bei LaGeSo gesperrt wegen verängstigter Familie

Heute mal wieder bei der Asylstelle Berlin-Moabit unterwegs gewesen abends. Konnte spontan einer verängstigten Familie mithelfen, die eine Sitzblockade auf der Turmstraße machte – mit Kleinkind – und Polizeiabsperrung. Umringt von zwanzig arabisch sprechenden, ebenfalls deeskalierend und einfühlsam wirkenden, vorwiegend männlichen Personen. Ein Dutzend trug schon Kopfbedeckungen für den Herbst. Ich auch, heute eine Dreierkombination: Einfache Mütze eines Mannes, Strickkaputze einer Frau und meine eigene Kapuze darüber. Cooler Look, wenn der so wirken kann!

Ich schaute mir die Lage an, hörte den Leuten zu, die ich nicht rational verstand und die Familie suchte meine Augen- oder ich ihre? Trotz der Hilfen um die Familie herum, waren die so ängstlich wie verzweifelte Hunde. Ein junger Mann, der deren Sprache kannte, stand nach zwei, drei Minuten neben mir. Er sagte etwas laut, bestimmt und deutlich in der Aussprache über die gesamte Gruppe dort auf der Turmstraße hinweg. Die Familie schien wieder „Lebensgeister“ zu haben, ließ sich aufhelfen und die Polizei würde später vielleicht sagen: Gruppe aufgelöst. „Vorhin war das noch eine Verkehrsstraße“, sagte ein Polizist auf Anfrage schmunzelnd. Ich weiß nicht, ob er arabisch versteht.



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