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Präsidenten von Ecuador, Rafael Correa, in Berlin

17. April 2013

Ministerpräsiden Rafael Correa aus Equador: Doktor der Wirtschaftswissenschaft und Sozialist

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schreitet mit dem Präsidenten Ecuadors, Rafael Correa, die militärischen Ehrungen entlang im Hof des Bundeskanzleramtes. (Foto: Emanuel Agbelessessy)

Berlin 17.4.2013. Den seit 2005 amtierenden Präsidenten in Ecuador, Rafael Correa, traf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) 2012 nicht bei der Deutsch-Chilenischen Konferenz zum Klimawandel und für nachhaltige Landwirtschaft. „Seit vielen Jahren ist ein Staatsoberhaupt aus Ecuador wieder in Berlin zu Gast“, sagte Merkel. So werde der 125 Jahre alte Freundschaftsvertrag wieder belebt.

„In dem Bereich der Berufsausbildung“ wollen beide zukünftig mehr zusammenarbeiten. Es gibt bereits eine deutsche Schule in Ecuador. Beim Ausbau der Infrastruktur für Flughäfen könne Deutschland mit den bilateralen Beziehungen helfen. Es kommen 30.000 Touristen jährlich in sein Land, sagte Merkel.

Unter Beibehaltung der eigenen Souveränität nutzt Correa die Ressourcen seines Landes für den Ölabbau, um die sozialen Unternehmungen und die Infrastruktur zu finanzieren. Auch armen Menschen sei der Zugang zur Hochschule möglich und die Arbeitslosigkeit sei sehr niedrig, sagte Rafael Correa. Ebenso die Verschuldung, Dank einer eingeleiteten Untersuchungskommission 2007 unter seiner Leitung, unterstützt von dem Ökonom Franklin Canelos des lateinamerikanischen Kirchenrates als Vizepräsident der Kommission sowie gemeinnütziger, internationaler Organisationen und Kirchenverbänden wurde überprüft, welche Kreditaufnahmen rechtmäßig gewesen seien. Correa stellte nach dem Ergebnis der Untersuchung die Zinszahlungen seit 2008 laut Brot für Alle.ch ein.

Der 51 Jahre alte Correa traf am Vortag auf deutsche Unternehmer in Berlin. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und gilt als Sozialist (Partei Allianza País). Correa will unabhängig von den USA sein. Im Kanzleramt sagte er, es sei eine gute Zeit in sein Land zu investieren. Laut Sternmagazin erlebte Ecuador vor Correas Wahl 2007 in zehn Jahren acht Staatschefs, von denen drei gestürzt wurden. Im Mai stehen Wahlen an, seine Wiederwahl scheint sicher. (syl)