Leserbrief zu Papst Franziskus und dessen Umgang mit Homosexualität

Von Achim Wolf
Past Franziskus für einen offeneren Umgang der Kirche mit Homosexuellen

Homosexualität und Lesbierismus stellen eine naturgegebene sexuelle Artung dar. Die Homosexualität unter Männern sowie der Lesbierismus unter den Frauen sind weder verwerflich, noch unmoralisch oder schöpfungsgesetzwidrig. Durch eine gleichgeschlechtliche Vereinigung können lediglich keine Nachkommen gezeugt werden. Die körperlich-sexuelle, gefühlsmässige als auch die empfindungsmässige Liebe zweier gleichgeschlechtlicher Partner/innen ist in keiner Art und Weise minder zu bewerten als jene, die als heterosexuell bezeichnet wird. Homosexualität ist bei allen Lebensformen zu finden und hat ihre natürliche Berechtigung. Homosexualität kann sowohl genbedingt wie anerzogen sein. Finden sich gleichgeschlechtliche Paare in einer Lebensgemeinschaft zusammen, dann ist das absolut des Rechtens und entspricht also auch der natürlichen Ordnung, denn jegliche Form des Lebens muss geachtet werden, ganz gleich, wie sie auch immer in irgendeiner Beziehung geartet ist.
Merkmale wahrer Menschlichkeit sollten die Achtung und der Respekt gegenüber jeglichen Menschen sein, unabhängig von ihrer Nationalität, der Hautfarbe oder der sexuellen Ausrichtung. Die christliche Kirche ist ein schlechtes Beispiel für praktizierte Menschlichkeit – im Gegenteil. Zwingt nicht die christliche Kirche selbst ihre Priester durch den Zölibat in die Homosexualität, indem sie ihnen die Ausübung der völlig natürlichen Sexualität durch den Zölibat verbietet und diese verdammt?
Zitat des Bonner Kirchenrechtlers Norbert Lüdecke: „Die Kirche lehnt homosexuelle Handlungen als immer schwer sündhaft ab und damit auch homosexuelle Partnerschaften und ihre Gleichstellung mit der Ehe. Das ist für die katholische Amtskirche keine Ausgrenzung oder Diskriminierung. Denn das kirchliche Lehramt beansprucht die Kompetenz, nach seinen Maßstäben verbindlich zu bestimmen, was Diskriminierung ist und was nicht.“ Das ist nicht nur zynisch, arrogant und selbstherrlich sondergleichen, sondern beweist, dass sich die Kirche das Recht herausnehmen will, die moralischen Maßstäbe zu bestimmen, denen sie sich aber nicht selbst unterwerfen will.
Achim Wolf
Mannheim, 7. August 2013
E-Mail: achiwo @ gmx . net


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