Leserbrief. Islamfeindliche Filme.

Leserbrief zu  Proteste und Gewalt nach islamfeindlichem Film

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes und schützenswertes Gut. Dies trifft jedoch auch auf die Religionsfreiheit und auf die Gefühle aller Gläubigen zu, und zwar ganz egal, ob es sich um Christen, Muslima und Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus oder Angehörige anderer Glaubensrichtungen, Sekten, Weltanschauungen, Philosophien usw. handelt.

Jeder Mensch hat das absolut schützenswerte Recht, einem Glauben zu folgen, diesen auszuüben und den damit verbundenen Ansichten, Vorstellungen, Glaubenshinhalten usw. zu folgen oder nicht, solange der gläubige Mensch dieses Recht in gleicher Weise auch den Mitmenschen zubilligt und er resp. sie sich friedlich, anständig, respektvoll und tolerant gegenüber allen anderen Mitmenschen verhält. Die Meinungsfreiheit der Bürger mag durch gesetzlich gezogene Grenzen eines Landes relativ weit gefasst sein, jedoch berechtigt sie im moralischen und ethischen Sinne keinen Menschen, diese schamlos auszunützen, um damit provokante Machwerke aller Art zu produzieren und zu verbreiten, die die aufrichtigen Gefühle gläubiger Menschen zutiefst verhöhnen und verletzen.

Auf der anderen Seite muss klar gesagt werden, dass es immer wieder eine Minderheit hass- und aggressionserfüllter Menschen ist, die sich allzugern von solchen Provokationen dazu hinreissen lässt, ihre Glaubensschwester und Glaubensbrüder zu sinnlosen und menschenunwürdigen Gewalthandlungen anzustacheln, in deren Folge Menschen getötet werden, die mit den eigentlichen Verursachern der Respektlosigkeiten, Verunglimpfungen und Verletzungen religiöser Gefühle nichts zu tun haben.

Die verletzten Gefühle der Gläubigen rechtfertigen ihrerseits keinerlei schlimme Ausartungen, Gewaltorgien, Hetztiraden und Aufrufe zur Anarchie. Jeder einzelne Mensch kann dem letztendlich nur dadurch entgegenwirken, dass er in sich selbst Liebe, Frieden, Freiheit und Harmonie erschafft, womit langsam aber sciher dereinst ein wirklicher, weltweiter Frieden Wirklichkeit werden kann.

Von Achim Wolf, 24.9.2012, E-Mail: achiwo @ gmx. net

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Tagesschau vom 23.9.2012 zum Thema: Pakistanischer Minister setzt Kopfgeld auf Filmproduzenten aus: http://www.tagesschau.de/ausland/pakistan2300.html)



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